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Fragen und Antworten

Was bedeutet eigentlich EV, bzw. BBB?
Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich

Wie lange dauern EV und BBB?
Das ist abhängig von der Bewilligung durch Arbeitsamt oder Rentenversicherungsträger: Das EV dauert drei Monate, der BBB mindestens ein Jahr und höchstens zwei Jahre.

Wie läuft diese Zeit im EV und BBB ab?
Das wird jeweils individuell von WDP und Mitarbeiter/in geplant und richtet sich nach deren/dessen Fähigkeiten, Interessen und Wünschen. Weitere Auskünfte gibt Ihnen unsere Servicestelle Arbeit in der Bahnhofsallee 35 in Hildesheim - Tel. 05121 / 20 686 30.

Was ist, wenn ich während des EV/BBB einen Arbeitsplatz/Ausbildungsplatz finde? Kann ich dann die Maßnahme abbrechen?
Das ist jederzeit möglich.

Ich möchte so schnell wie möglich auf den allgemeinen Arbeitsmarkt (zurück). Was muss ich dafür tun?
Auch das ist jeweils abhängig vom Einzelfall, so z.B. von Schul- und Berufsausbildung, den Beeinträchtigungen durch seelische Krisen und psychischer Erkrankungen und deren Folgen, Belastbarkeit, dem Vorhandensein konkreter beruflicher Wünsche und Ziele. Grundsätzlich sollten Sie diesen Wunsch möglichst früh äußern, so dass die weitere Planung darauf ausgerichtet werden kann. In jedem Fall sollte spätestens zum Ende des BBB ein längeres Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (ca. 3 Monate) erfolgreich durchgeführt worden sein.

Ich habe Angst, dass mir die Arbeit in der WDP zuviel wird. Was passiert, wenn ich die Arbeit hier nicht schaffe?
Wenn Sie merken, dass Sie mit der aktuellen Arbeitssituation nicht mehr zurechtkommen, sollten Sie das unverzüglich mit der Gruppenleitung oder dem Begleitenden Dienst besprechen. Gemeinsam kann dann eine Veränderung von Arbeitszeit, Arbeitsdauer, Arbeitsplatz oder Art der Arbeit vereinbart werden. In Fällen besonders schwerer und dauerhafter Überbelastung können auch eine vollständige Unterbrechung der Werkstatttätigkeit oder ein Wechsel in eine andere Maßnahme (Ergotherapie, Tagesstätte) vereinbart werden.

Was verdiene ich in der WDP?
Im EV/BBB: Wenn Sie vor der WDP Arbeitslosengeld/Arbeitslosenhilfe/Krankengeld oder Lohnfortzahlung bezogen haben, erhalten Sie Übergangsgeld. Dessen Höhe ist abhängig von dem zuvor erzielten Arbeitseinkommen.
Wer eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhält, bezieht diese weiter, so lange, wie sie bewilligt wurde. Eventuell wird die Rente durch anteiliges Übergangsgeld oder Sozialhilfe ergänzt.
Alle anderen erhalten monatlich ein Ausbildungsgeld in Höhe von 67 € im ersten und 80 € im zweiten Jahr des BBB. Auch hier kann ein Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe bestehen.
Nach dem Wechsel vom BBB in den Arbeitsbereich (nicht bei einem Praktikum im Arbeitsbereich): Wer eine Rente wegen Erwerbsunfähigkeit erhält, bezieht diese weiter, so lange, wie sie bewilligt wurde.
Alle vollzeitbeschäftigten Mitarbeiter/Innen erhalten im Arbeitsbereich monatlich 80 € Grundlohn, 26 € Arbeitsförderungsgeld und einen Steigerungsbetrag von mindestens 0,50 € im Monat. Der Steigerungsbetrag ist tätigkeits- und leistungsabhängig und richtet sich nach dem, was durch die WDP erwirtschaftet wird.

Bin ich in der WDP krankenversichert/rentenversichert?
Ja. Dabei werden Rentenversicherungsbeiträge und Krankenversicherungsbeiträge vollständig von der WDP gezahlt, sofern der Gesamtlohn unter ca. 504 € liegt. Die Höhe der Beiträge ist dabei so bemessen, als ob der Lohn ca. 2016 € betrüge.

Ich möchte ein Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt machen. Was muss ich bedenken?
Teilen Sie uns diesen Wunsch möglichst bald mit und sprechen Sie mit dem Begleitenden Dienst oder der Gruppenleitung darüber, welche Unterstützung Sie wünschen. Vor dem Beginn eines Praktikums muss zur Sicherstellung des Unfallversicherungsschutzes mit dem jeweiligen Betrieb ein Praktikumsvertrag abgeschlossen werden. Diesen erhalten Sie vom Begleitenden Dienst.

Ich bekomme bereits Rente und möchte nicht mehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Kann ich trotzdem in der WDP bleiben?
Ja, das ist möglich. Die Rente wird trotzdem weiter gezahlt. (siehe auch nächste Frage)

Wie viel darf ich in der WDP zu meiner Rente dazuverdienen?
Der Lohn im Arbeitsbereich der WDP wird nicht als Einkommen auf die Rente angerechnet, selbst wenn er über den Hinzuverdienstgrenzen liegt.

Was passiert, wenn EV und BBB beendet sind?
Das ist immer abhängig vom Verlauf der Zeit im EV/BBB. Meistens wird eine der drei folgenden Möglichkeiten eintreten :
1. Eine Verlängerung des BBB. Dies ist möglich, wenn die Leistungsfähigkeit während einer Verlängerung weiterentwickelt oder wiedergewonnen werden kann, so z.B., wenn die Verlängerung für ein mehrmonatiges Praktikum auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt genutzt werden soll.
2. Ein Wechsel in den Arbeitsbereich der WDP. Das bedeutet, dass Sie ab diesem Zeitpunkt einer Tätigkeit in einem der Arbeitsbereiche nachgehen. Es handelt sich dabei nicht um eine reguläre Anstellung, sondern ein sogenanntes „arbeitnehmerähnliches Beschäftigungsverhältnis“. Das heißt, dass Sie keine tarifliche Bezahlung erhalten, sondern den Werkstattlohn (s. obige Frage zum Verdienst). Es werden weiter Beiträge zur Rentenversicherung,
Unfallversicherung und Krankenversicherung gezahlt. Diese Maßnahme ist zeitlich nicht begrenzt und wird vom zuständigen Sozialhilfeträger finanziert.
3. Ein Wechsel auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, in eine Ausbildung oder eine weitere Maßnahme der beruflichen Rehabilitation. Über den Wechsel in eine Ausbildung oder eine weitere Maßnahme der beruflichen Rehabilitation wird in den meisten Fällen vom Arbeitsamt entschieden. Die WDP gibt in diesen Fällen lediglich eine Empfehlung ab.

Müssen meine Angehörigen, mein Lebenspartner oder ich zu den Kosten für den Werkstattaufenthalt etwas beitragen?
Nein. Nur, wenn das bereinigte Haushaltseinkommen größer als 690 € (Stand: Jan. 2005) ist, kann von Mitarbeiter(Innen) im Arbeitsbereich verlangt werden, dass sie einen Kostenbeitrag zum Mittagessen (ca. 2,50 €/Arbeitstag) zahlen. Unter Umständen ist dieser Kostenbeitrag auch aus vorhandenem Vermögen zu zahlen. Weitere Informationen gibt der Begleitende Dienst.

Was mache ich, wenn es mir in der WDP nicht gefällt?
Wenn sich die Unzufriedenheit nicht beseitigen lässt, können Sie selbstverständlich jederzeit in der WDP aufhören. Es kann aber sein, dass Sie nach einem Abbruch Schwierigkeiten bekommen, eine andere berufliche Rehabilitation finanziert zu bekommen.

 

 
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